Moroder Paul de Doss

 

Paul Moroder Doss

Bildhauermeister, lebt und arbeitet in St. Ulrich – Südtirol. Er hat im Alter von 15 Jahren in der Bildhauerwerkstatt des Vaters, Enrico Moroder Doss, selbst Akademischer Bildhauer, angefangen zu schnitzen. Zur selben Zeit besuchte er die Kunstschule in St. Ulrich. Nach der Ausbildung in Gröden absolvierte er eine zweijährige Studienzeit in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Er hat an verschiedenen Kollektiv – und Personalausstellungen in Italien, Deutschland, Österreich, Schweiz und der USA teilgenommen.
Zu den renommiertesten Auszeichnungen gehören die Medaille des Präsidenten der Republik Italien und die Medaille des Papstes Johannes Paul II. Kürzlich hat er den ersten Preis beim Wettbewerb für die liturgische Altarraumgestaltung der Kathedrale von Cuneo gewonnen. Zu seinen größten Werken gehören der Christus für den Wahlfahrtsort Divino Amore in Rom, der Erzengel Michael für die Abazie Sacra S. Michele von Turin, die Altarraumgestaltung in der Basilika des Konzils S. Maria in Trient, das Kreuzweg in der Kathedrale von Trient. Seine Werke in der Provinz Bozen findet man die Altarraumgestaltung und Ausführungen in der Domenikanerkirche in Bozen, in der Pfarrkirche in Laag, in der Friedhofskirche in Laag, in der Friedhofskapelle in Reischach, im Wahlfartsort Weissenstein, in der Universitát UPAD in Bozen. Für liturgische Altarraumgestaltungen hat er bereits mehrere Ausführungen für Kathedralen, Abazien, Pfarrkirchen und Kapellen geschaffen. Verschieden Werke sind in Privatkollektionen.

Aber auch weltliche Themen füllen seine künstlerischen Arbeiten. Zu seinen meist verwendeten Materialien gehören Holz, Bronze, Stein und Glas. Letztlich befasst er sich auch vermehrt mit der Malerei.


De Tommasi Giuseppe

De Tommasi Giuseppe

Herkunft und frühe Anfänge Giuseppe De Tommasi wurde am 10. Oktober 1952 in Lecce geboren. Als Sohn des Malers Giovanni De Tommasi wuchs er in einem künstlerischen Umfeld auf und zeigte schon früh außergewöhnliches Talent: Bereits im Alter von 16 Jahren gewann er unter dem Pseudonym „Valentin“ seinen ersten Malereipreis.

Die Renaissance der Pappmaché-Kunst (Cartapesta) In den 1970er Jahren erkannte De Tommasi das enorme Ausdruckspotenzial der Lecceser Pappmaché-Kunst und wurde zu einem der Wegbereiter ihrer modernen Wiederbelebung. Seine Innovation bestand darin, die traditionellen Techniken beizubehalten, aber die Thematik zu erweitern: Statt ausschließlich sakraler Motive rückte er die Traditionen, Bräuche und den Alltag des Salento in den Fokus.

  • Er gründete eine Schule, die eine neue Generation von Pappmaché-Künstlern prägte.

  • Seine Werke wurden weltweit ausgestellt (unter anderem in New York, Washington und Frankfurt), und er lehrte an renommierten Institutionen wie der Farmingdale University in New York.

Bedeutende Werke Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen:

  • Eine monumentale Krippe auf der Piazza di Spagna in Rom.

  • Eine prachtvolle Krippe für den Patriarchen von Moskau, die dauerhaft in der dortigen Kathedrale ausgestellt ist.

  • Seit den 1990er Jahren experimentiert er zudem erfolgreich mit Materialien wie Keramik und Stein.

Die griechische Phase und die Rückkehr nach Lecce Im Jahr 1990 eröffnete er eine Galerie im griechischen Parga. Er verliebte sich in das Land und zog 2005 endgültig dorthin, wo er in Zusammenarbeit mit dem Unternehmer Efthymios Pappas intensiv als Art Interior Designer tätig war.

Im Jahr 2015 kehrte er nach Italien zurück und ließ sich wieder in seiner Heimatstadt Lecce nieder. Heute lebt und arbeitet er in einer Oase in Meeresnähe. Dieser Ort dient ihm als „magischer“ Rückzugsort und ist die primäre Inspirationsquelle für sein aktuelles künstlerisches Schaffen.


Botta Felice Antonio

Botta Felice Antonio

 

Felice Botta (1931–2021)

Die Essenz der Form und die Seele des Fundstücks

Felice Antonio Botta war einer der feinsinnigsten Vertreter des Designs und der Arte Povera in Italien. Geboren 1931 im Florentiner Viertel Oltrarno, sog er von klein auf das handwerkliche Wissen seiner Stadt auf. Seine Ausbildung absolvierte er am renommierten Istituto d’Arte unter der Leitung des großen Xilographen Pietro Parigi.

Sein künstlerischer Weg, der über sechzig Jahre andauerte, war eine ständige Suche nach dem Wesentlichen – eine Philosophie des „Weglassens“, um die verborgene Schönheit in den vergessenen Dingen zu offenbaren.

Die Philosophie von Interno 9

Im Jahr 1975 gründete er in Antella (Bagno a Ripoli) sein historisches Atelier „Interno 9“. Hier schuf Botta ein immenses Werk, das von Grafik und Bildhauerei bis hin zu poetischer Papeterie und Spielzeugdesign reichte. Seine Meisterschaft erlangte internationale Anerkennung:

  • Design: Nominiert für den Compasso d’Oro im Jahr 1970 und Teilnehmer an der 14. Triennale von Mailand.
  • Pädagogik: Elfmaliger Gewinner des prestigeträchtigen europäischen Spielgut-Siegels, das Objekten verliehen wird, die die Intelligenz und Fantasie von Kindern fördern.
  • Ausstellungen: Seine Werke wurden in Galerien weltweit gezeigt, mit bedeutenden Stationen in Tokio (1985), Neapel (1988) und New York (1992).

Die „Legni parlanti“ (Sprechende Hölzer): Skulpturen der Erinnerung

Felice Bottas Arbeit mit Holz stellt die perfekte Synthese aus Ethik und Ästhetik dar. Er suchte nicht nach edlen Materialien; er bevorzugte Fundholz: alte Balken von Baustellen, Bretter von Transportkisten, vom Meer glatt geschliffenes Treibholz oder Reste aus Schreinereien.

  • Respekt vor der Materie: Botta griff nur minimal ein. Ein Riss, ein Wurmloch oder eine knorrige Maserung wurden zum Auge eines Wals, zum Schnabel eines Vogels oder zum Profil eines Pinocchios.
  • Nachhaltigkeit und Poesie: Als Pionier des kreativen Recyclings bewies er, dass Abfall eine höhere Würde besitzt, wenn man ihn mit den Augen der Fantasie betrachtet. Seine Skulpturen verbergen die Vergangenheit des Materials nicht, sondern zelebrieren sie und machen jedes Stück zu einem Unikat.

Das künstlerische Erbe

Neben seinen berühmten Holzarbeiten ist Botta für seine „Timbri d’Artista“ (Künstlerstempel), seine Werke aus Recyclingpapier und seine Notizbücher bekannt, die heute Kultobjekte für Sammler und Liebhaber minimalistischen Designs sind. Sein Tod im Jahr 2021 hat eine Lücke in der toskanischen Kunstszene hinterlassen, doch seine Botschaft bleibt aktueller denn je: Wahrer Reichtum liegt nicht im Besitz, sondern in der Fähigkeit, über die Einfachheit zu staunen.

„In meinen Händen stirbt das Holz nicht; es verändert nur seine Form, um seine Geschichte weiterzuerzählen.“


Petrik Gudrun

Gudrun Petrik

Die Künstlerin Gudrun Petrik malt ihre essenziellen Aquarelle sowie Mischtechniken auf Papier und Leinwand.

Ihre Kunstwerke verlangen vom Betrachter ein „In-sich-Kehren‘ sowie ‚Ausschalten‘ all seiner Alltags-Sorgen & -Gedanken und laden uns so auf eine Reise ins Unbewusste ein..

Die Sprühkraft ist durchwirkt von einer Zartheit, ohne mit ihr im Widerspruch zu stehen.
In jedem Farbtropfen begegnet uns das Erblühen einer Knospe, welches dann meist im Gesamtblick untergeht …

Kunstwerke:


Ceccaroni Cristian

Cristian Ceccaroni

Der 1969 in Rimini geborene Künstler erhielt seine Ausbildung an der renommierten Scuola del Libro sowie an der Accademia di Belle Arti in Urbino mit dem Schwerpunkt Druckgrafik.

Seit Beginn seiner Ausstellungstätigkeit im Jahr 1986 war er auf bedeutenden internationalen Bühnen vertreten, darunter die 54. Biennale von Venedig, die Dritte Biennale von Peking und die Expo 2010 in Shanghai.

Heute lebt und arbeitet er in der Republik San Marino, wo er ein eigenes Atelier für Malerei und Tiefdruck führt.


FIOCCO Michele

   FIOCCO Michele

Michele Fiocco malt Objekte, die in unserer Heimat ständig vorhanden sind. Seine Motive sind vor allem Pferde, die es dem Betrachter ermöglichen Gewöhnliches durch die Augen des Künstlers neu zu entdecken. Die Pferde oder Pferdeformen können manchmal wahr, manchmal Fiktion, Spiel, Metapher sein und Wirklichkeit werden oder umgekehrt.

Der Künstler wünscht sich, dass man sich mit ihm auf eine Reise begibt, um das Besondere im Alltäglichen zu entdecken. Er lädt den Betrachter dazu ein, immer wieder nah neuen Elementen in seinen Bildern zu suchen, die mit ihm wachsen, weil die menschliche Seele immer in Evolution ist.


Branca Mario

Mario Branca

Mario Branca wurde 1977 in Mailand geboren. Er schloss 2001 sein Studium der Bildhauerei an der Akademie der Schönen Künste in Brera ab. Er lebt und arbeitet zwischen Piacenza und Mailand. Er hat sich schon immer für Metallbearbeitungstechniken begeistert und schafft seine Werke, indem er sie direkt schmiedet. Seine Produktion umfasst mehr als 10 monumentale Skulpturen für den öffentlichen Raum und Werke mittleren und kleinen Formats, bei denen die Leichtigkeit der Linie und die Farben des Werks die wahren Protagonisten sind.

Seine Forschung ist in der Welt der Kindheit verwurzelt, die er mit den Augen von Schriftstellern wie Hemingway, Jules Verne, Eliot, Lewis Carrol und anderen literarischen Protagonisten liest und interpretiert.

Zahlreiche Preise und Erwähnungen, darunter der Wettbewerb Zurich club top 30, die besondere Erwähnung für Skulptur bei der letzten Ausgabe des Wannabee-Preises 2011 und der Auftrag für die monumentale Skulptur für die Fassade des Theaters in Pinzolo Madonna di Campiglio (Tn). Mehrjähriger Auftrag über 35 Werke für die Zurich Assicurazioni Milan Division.

Gewann 2018 die Ausschreibung für die Realisierung eines Werks für das Langlaufstadion in Tesero (Tn).

Zahlreiche Kritiken wurden über seine Arbeit geschrieben, insbesondere von Luisa Somaini, Maria Livia Brunelli, Emanuele Beluffi, Chiara Canali, Vladek Cwalinski, Alessandra Redaelli.


Oberbacher Simon

Simon Oberbacher – Kunstdrechsler

              

Simon Oberbacher, Jahrgang 1970 in Brixen geboren, lebt und arbeitet im Grödnertal, St. Ulrich. Der Künstler lässt Urformen in seinen archaischen Holz-Skulpturen  erkennen, welche er in zeitgenössischer Kunst-Sprache zum Ausdruck bringt.

Der Kunsthistoriker und Kunstkritiker Andrea Baffoni schreibt: „Aus einem einzigen Stück Holz formt der Künstler Schalen, essentielle Formen, die mit dem antiken Thema des Mutterschoß‘ verbunden sind. Er gestaltet sie mit dünner Hülle, sodass das Holz sich beim Trocknen bewegt und er als Endergebnis eine vitale Asymmetrie erhält. Diese kommt auch in den Rissen zum Ausdruck, welche mit dekorativen Eingriffen verklammert werden.“

Kunstwerke:


Kostner Josef

Kostner Josef

Josef Kostner (1933–2017)

Josef Kostner stammte aus St. Ulrich in Gröden und war eine der charismatischsten und unkonventionellsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen ladinischen Kultur. Als vielseitiger Künstler wirkte er als Bildhauer, Zeichner, Dichter und Forscher und zeichnete sich durch einen radikalen, kompromisslosen Ansatz aus.

Die künstlerische Revolution

Ausgebildet an den Kunstschulen des Grödner Tales, rebellierte Kostner schon früh gegen die lokale Tradition der Holzschnitzerei, die er als zu stark an den Markt und das sakrale Kunsthandwerk gebunden betrachtete. In den 1950er Jahren gehörte er zu den Mitbegründern der Gruppe Ruscel, mit dem Ziel, die alpine Kunstsprache zu erneuern. Seine künstlerische Reife war geprägt von der Verwendung von Beton – ein Material, mit dem er hohlwangige und gequälte menschliche Figuren schuf, die die Angst, den Schmerz und die Würde der modernen Existenz zum Ausdruck bringen.

Die Bindung zu Land und Sprache

Kostner war nicht nur ein visueller Erneuerer, sondern auch eine tragende Säule der ladinischen Literatur. Seine Gedichte sind bekannt für ihre Direktheit und ihre Fähigkeit, die Gier der modernen Welt anzuprangern, die die Wurzeln seiner Gemeinschaft bedrohte. Parallel dazu leistete er monumentale Arbeit bei der Aufarbeitung der

Toponamstik

Durch Interviews mit Hirten und Bauern rettete er die historischen Flurnamen des Grödner Tales vor dem Vergessen und veröffentlichte Karten, die heute als grundlegende Dokumente gelten.

Das Erbe

Als Lehrer, der zwanzig Jahre lang an den Kunstschulen von Wolkenstein und St. Ulrich unterrichtete, beeinflusste er Generationen von Künstlern. Sein Leben war ein ständiger Akt des kulturellen Widerstands: Er verteidigte die Natur und die ladinische Sprache gegen die radikalen Veränderungen des Tourismus und wurde so zum Symbol für eine Kunst, die in erster Linie ziviles und moralisches Engagement bedeutet.


Profaizer Paolo

Profaizer Paolo

Paolo Profaizer wurde 1961 in Bozen geboren. Er verbrachte große Teile seiner Kindheit in der Natur.
Aufgewachsen in einer traditionellen Familie, musste er in seiner Jugend um seine Unabhängigkeit und auf der Suche nach seiner Identität kämpfen. In dieser Zeit wurde der Grundstein für sein Interesse an Psychologie und Ethik gelegt, die neben ökologischen und sozialen Themen zu tragenden Elementen seiner Forschung werden sollten.

Er absolvierte sein Studium am D.A.M.S. in Bologna, Fachbereich Bildende Kunst.
Seine Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter die der Autonomen Provinz Bozen und der Fondazione Casa di Dante in den Abruzzen.

Im Jahr 2022 schuf er „Zero-risk.EXE“, eine permanente Installation im Amt für Geologie und Materialprüfungen der Provinz Bozen.
Seit 2019 ergänzt er seine künstlerische Tätigkeit durch die Leitung von Workshops zu seiner Forschung am Südtiroler Archäologiemuseum, am Naturkundemuseum Bozen, am Museum San Procolo in Naturns sowie an weiteren öffentlichen und privaten Einrichtungen.



Krippenfachgeschäft KOMPATSCHER KUNST-GALERIE-ART(E) | Jakob Kompatscher | Hofgasse 5, I-39042 BRIXEN (BZ) | Tel.: +39 0472 832080 | E-Mail: info@kompatscher.eu | MwSt-Nr. 01248150219

Kunsthandlung KOMPATSCHER (Rahmenfachwerkstatt) am Seminarplatz in Brixen: T. +39 0472 832215

Öffnungszeiten:
Galerie und Krippenfiguren: Mo-Di 10-13 / 15-18 Uhr / Mi geschlossen: KREATIV–tag / Do-Sa 10-13 / 15-18 Uhr  sowie nach Vereinbarung
Kunsthandlung – Rahmen: Montag geschlossen,
Di-Fr 9:00-13:00 / 15.00-18:00 Uhr – Sa 9:00-13:00 Uhr