Sommavilla Sergio
Sergio Sommavilla ist ein freischaffender Künstler und Bildhauer, der 1951 in Brixen (Südtirol) geboren wurde. Dort lebt und arbeitet er bis heute und führt sein persönliches Depot in der historischen alten Zagler Schmiede.
Seine künstlerische Ausbildung begann in St. Ulrich in Gröden, wo er die Kunstschule unter der Leitung von Luis Piazza besuchte. Hier lernte er, dass die Bildhauerei ein meditativer, lärmarmer Prozess sein sollte. Im Jahr 1968 zog er nach Venedig, um am Magistero d’Arte Bildhauerei zu studieren. Während der kreativen und unruhigen 68er-Jahre in Venedig setzte er sich intensiv mit der modernen Skulptur auseinander. Die Peggy Guggenheim Collection (mit Werken von Brancusi und Marini), die Kunstbiennale sowie die Kunstakademie unter Alberto Viani und Emilio Vedova prägten seine künstlerische Vision nachhaltig. Von 1971 bis 2011 war Sommavilla zudem als engagierter Kunsterzieher an den Mittelschulen von Toblach, Neustift, Brixen und Klausen tätig.
Seine erste offizielle Ausstellung fand 1983 statt. Es folgten zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, darunter bemerkenswerte Projekte im Chateau de Bourscheid (Luxemburg) zum Thema „Core“, in der Minoritenkirche in Regensburg („Arche im Raum“), in der Stadtgalerie Brixen sowie die Mitorganisation der „See-Art“ am Vahrner See.
Sommavillas Werk zeichnet sich durch eine enorme Offenheit gegenüber den unterschiedlichsten Werkstoffen aus. Er arbeitet mit engobierter Terrakotta, Bronzeguss, Holz und einer Vielzahl von Gesteinsarten – von hartem Basalt und Granit über Alabaster, Carrara-Marmor und seltenem belgischen Marmor (aus den Resten eines spätgotischen Altars) bis hin zum heimischen, schwer zu bearbeitenden Bellerophon Ulrici. Seine Skulpturen entstehen aus ersten Skizzen in Moleskine-Büchern und entwickeln sich während der handwerklichen Bearbeitung (mit Flex und Meißel) im direkten Dialog mit den natürlichen Gegebenheiten des Materials.






